International Conference on Freedom of Religion and Belief – Barcelona

Im Rahmen der Konferenz stellte Eva Wenig das Afro-Asiatische Institut, das Projekt ComUnitySpirit sowie die Arbeit des Interreligiösen Beirats vor. Präsentiert wurden sowohl die vom Beirat organisierten Veranstaltungen als auch seine Funktion als beratendes Gremium der Bürgermeisterin. Das Projekt stieß auf großes internationales Interesse und eröffnete zahlreiche Gespräche über mögliche zukünftige Kooperationen.
Eröffnung und zentrale Impulse
Der Eröffnungstag setzte starke inhaltliche Akzente und unterstrich die gesellschaftliche und politische Relevanz interreligiöser Arbeit.
Die Opening Ceremony wurde gestaltet von:
- Josep Maria Carbonell, PhD, Präsident der Blanquerna Foundation,
- Miriam Diez Bosch, PhD, Direktorin der Chair of Freedom of Religion and Belief und Leiterin des Blanquerna Observatory on Media, Religion and Culture,
- Ramon Espadaler Parcerisas, Minister für Justiz und demokratische Qualität der Generalitat de Catalunya.
In ihren Beiträgen betonten sie die Bedeutung der Religions- und Gewissensfreiheit als grundlegendes Element demokratischer Gesellschaften und als Voraussetzung für sozialen Zusammenhalt, Dialogfähigkeit und Frieden in pluralen Kontexten.
Internationale Perspektiven im Round Table
Im anschließenden Round Table (mit Simultanübersetzung) diskutierten internationale Expert:innen zentrale Fragestellungen zur Rolle von Religion in einer vielfältigen Gesellschaft:
Cardinal Cristóbal López hob hervor, wie interreligiöser Dialog als wirksames Instrument zur Konfliktprävention, zum gegenseitigen Verständnis und zum Aufbau von Vertrauen zwischen Gemeinschaften beitragen kann.
Fabio Petito, PhD sprach über die Förderung der Religionsfreiheit als Teil ganzheitlicher menschlicher Entwicklung und machte deutlich, dass Religionsfreiheit nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit sozialen, politischen und kulturellen Faktoren gedacht werden muss.
Zoila Combalía, PhD thematisierte die Herausforderungen einer inklusiven Bürgerschaft angesichts religiöser und weltanschaulicher Vielfalt – ein Aspekt, der insbesondere für europäische Städte von hoher Relevanz ist.
Tetiana Derkach gab Einblicke in die aktuellen Entwicklungen interorthodoxer Beziehungen in Kyjiw (Ukraine) und zeigte auf, wie religiöse Dynamiken in politischen Konflikten eine zentrale Rolle spielen.
Bedeutung für unsere Arbeit
Die Konferenz machte deutlich, dass europaweit sowohl große Herausforderungen als auch erhebliches Potenzial im Bereich des interreligiösen und interkulturellen Dialogs bestehen. Begegnungsräume, Kennenlerninitiativen und beratende Strukturen wie der Interreligiöse Beirat sind zentrale Bausteine, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und eine offene, demokratische und vielfältige Gesellschaft aktiv mitzugestalten.
Der internationale Austausch war äußerst fruchtbar und hat gezeigt, wie wichtig Vernetzung, gegenseitiges Lernen und langfristige Kooperationen sind. Die Impulse der Konferenz bestärken uns darin, unsere Arbeit weiterzuführen und neue Wege der Zusammenarbeit zu eröffnen.