Esther Heiss geht in ihrem Vortrag im Besonderen auf den rabbinischen Humor ein – von seinen biblischen Wurzeln bis hin zu seiner Abgrenzung zu (sonstigem) jüdischem Humor. In den Blick genommen werden dabei das Humorverständnis genauso wie die Techniken des rabbinischen Humors. Anhand von schicksalhaften gewaltbehafteten Ereignissen in der jüdischen Traditionsgeschichte, wie der Tempelzerstörung 70 n. d. Z., erläutert Heiss, inwiefern rabbinischer Humor konkret als Bewältigungsstrategie angewandt wurde und seine Wirkkraft entfalten konnte.
Klangliche Akzente setzt Éva Csilla Holes mit ausgewählten Musikstücken an der Oboe – Spielfreude und Witz werden dabei nicht zu kurz kommen! Begleiten Sie uns auf Spurensuche nach dem Potenzial des Humors!
Referentin: Dr. Esther Heiss studierte an der Universität Wien Altorientalische Philologie und Orientalische Archäologie sowie Judaistik. Sie promovierte über Humor als Bewältigungsstrategie in rabbinischen Texten, wobei sie neue Methoden einführte, die bisher in der Judaistik keine Anwendung fanden.
− seit 2023 Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin des Österreichischen Jüdischen Museums in Eisenstadt
− Forschungsinteressen: altorientalische Kulturen, Religionen und Reiche, die rabbinische Zeit und Literatur sowie sämtliche zeit- und kulturübergreifenden Phänomene, die als anthropologische Konstanten betrachtet werden
− Gewalt und Humor im Babylonischen Talmud_Esther Heiss, gefördert im Rahmen des Post-DocTrack-Programms der ÖAW
Musikalische Gestaltung:
Die vielseitige ungarische Oboistin Éva Csilla Holes BA BA, begann ihr musikalisches Studium mit sechs Jahren. Sie studierte am Leó-Weiner-Konservatorium (2015-2019) in Budapest, wurde 2019 an der Kunstuniversität Graz aufgenommen und absolvierte Instrumentalpädagogik und Konzertfach Bachelor bei Adolf Traar, welches sie mit Auszeichnung abschloss.
− Masterstudium in Nürnberg bei Ralf-Jörn Köster, derzeit in der Klasse von Barbara Ritter
− Teilnahme an verschiedenen Masterkursen (Diethelm Jonas, Alex Klein, Luca Vignali u.a.)
− Unterrichtstätigkeit an der Musikschule Mooskirchen
− breitgefächertes Repertoire, von Barock bis zur zeitgenössischen Musik
Teilnahmebeitrag: kostenfrei
Anmeldung erforderlich unter bildungsforum@graz-seckau.at oder hier
Eine Veranstaltung des Grazer Komitees für christlich-jüdische Zusammenarbeit, gemeinsam mit dem Bildungsforum bei den Minoriten. In Kooperation mit ComUnitySpirit, einem Projekt des Afro-Asiatischen Instituts.